Wassersport Verein Waldshut
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Gründung des Wassersport Verein Waldshut

Von der Gründung 1923 bis 1932

Das Jahr 1923 ist für Waldshut zum Geburtsjahr einer neuen Sportart geworden, die es in Waldshut trotz ihrer Lage am schönen Rhein bisher nicht gegeben hat. Der Rhein war damals ein reißender Strom, der noch nicht gestaut war. Es galt als tollkühn und gefährlich, sich in einem Ruderboot darauf zu wagen. Nur die Berufsfischer haben im Weidling den Strom befahren. Kurz nach der Jahrhundertwende wagten sich die ersten Pioniere aus Abenteuerlust und sportlichem Ehrgeiz auf den strömenden Rhein, es waren einige wenige junge Burschen in primitiven, selbst gebastelten Holzpaddelbooten. „Die hän en Sparre“ war damals die Ansicht vieler Waldshuter.

Erst Anfang der Zwanziger Jahre war es dann soweit, daß sich einige Wassersportler mit dem Gedanken trugen, einen Verein zu gründen, um dem Wassersport auf dem schönen, jungen strömenden Rhein eine Heimstätte zu geben.

Einfach war es nicht, und es erforderte viel Einsatzbereitschaft, Idealismus und Begeisterung, in einer wirtschaftlichen Notzeit mit stetig steigender Inflation diesen Gedanken zu verwirklichen.

Am 31. Januar 1923 fand im „Waldschloß“ die eigentliche Gründungsversammlung statt bei der 11 Herren anwesend waren. Es waren bekannte Waldshuter Namen darunter, wie Malermeister August Kempf, Stadtbaumeister Gustav Köpfler, Kaufmann Oskar Ruch, Bandagist Fritz Sänger, Bauunternehmer Theodor Wagner und Ingenieur Ludwig Weinkötz.

In der darauf folgenden Generalversammlung im April wurde Baurat Gerhard Benstz, der Chef des Wasser- und Straßenbauamtes zum 1. Vorsitzenden gewählt, zu seinem Stellvertreter August Kempf, der gleichzeitig als Leiter der „Zöglingsabteilung“ fungierte, Schriftführer wurde Albert Lott und Kassier Wilhelm Hauser.

Die Erbauer des Bootshauses des Wassersport Verein Waldshut
Ganz bewusst nannte sich der gegründete Verein nicht „Ruderclub“, sondern „Wassersportverein“, denn es sollten alle damals bekannten Wassersportarten betrieben werden. Es gab neben dem Ruderwart für Ruderboote (Oskar Ruch) einen Ruderwart für Weidlinge (Schlossermeister Hilpert) und einen Schwimmwart (Seifensieder Karl Wegeler). Das Erlernen des Schwimmens, das in Waldshut damals nur im freien Rhein möglich war, galt natürlich als Voraussetzung zum Betreiben des Rudersports. Um das Rudern zu erlernen, fuhren die Waldshuter mit dem Zug zum damaligen Wassersportverein Warmbach, dem heutigen Ruderclub Rheinfelden, der bereits 1921 gegründet wurde. Zweites Bootshaus mit Stadtschloss
Der Gedanke in Waldshut den Wassersport zu etablieren, fand in der Bevölkerung großen Widerhall. Im April 1923 hatte der neue Verein bereits 176 aktive und fördernde Mitglieder aus allen Bevölkerungsschichten. Mit 2 Weidlingen und 2 Rollsitzruderbooten sollte der Anfang gemacht werden. Dazu kamen noch private Holzpaddelboote. Um diese Boote unterzubringen, wurde eine Eingabe an den Gemeinderat gerichtet mit der Bitte um Überlassung des kaum noch benutzten alten Zellenbades oberhalb der Fähre. Anteilschein
   
 

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